Jelly hatte in den letzten Tagen mehrfach versucht Kontakt mit Fynn aufzunehmen, allerdings ohne Erfolg. Das Datenpad zeigte keine neuen Nachrichten und auch private Convos wurden von der Gegenseite nicht angenommen. Die Ganze Situation war vollkommen unbefriedigend für Jelly, weshalb sie beschloss, bis auf Weiteres erst einmal nicht in den Amarr-Raum zu fliegen, um nach diesem Triard zu suchen. Ihr Wallet erinnerte sie stark an den unendlichen Raum, was wohl mit der “gähnenden Leere des Raumes” am besten umschrieben werden konnte, sie beschloss deshalb erstmals an einer der nächsten Stationen anzudocken, um sich nach etwas Arbeit umzusehen, bevor sie sich weiter um die Probleme anderer kümmern konnte. Da Sie jedoch wegen des Zwischenfalls in Ryddinjorn erst einmal keine Probleme mit Concord oder sonstigem Sicherheitspersonal mehr gebrauchen konnte, suchte sie sich etwas abseits der normalen Flugrouten in Finanar auf der Station der Minmatar Mining Corporation Mineral Reserve an Mond 2 eine neue Bleibe. Im Gegensatz zu der Station in Ryddinjorn war die Station hier relativ neu und die Quartiere der Kapselpiloten jeweils direkt mit einem eigenen Andockplatz im Raum-Dock ausgestattet. So hatte man immer sein eigenes Schiff als Ausblick und fällige Wartungsarbeiten konnten hier jederzeit selbst gemacht werden, ohne jedes Mal das Schiff in ein Reparaturdock schleppen lassen zu müssen. Jelly genoss den großartigen Panoramaausblick von ihrem geräumigen Quartier aus, auf ihre Fregatte, die nur ein paar Meter vor dem Fenster im Raum-Dock schwebte.
Die Gefahr hier aufzufallen war ehr gering, da hier meist nur schweigsame Miner auf der Station unterwegs waren und der lange Arm des Gesetzes sich hier auch schon mal einfach in den langen Gängen der Station verlaufen konnte. In einer der Spielhöllen im oberen Sektor fand sie zum Glück auch noch einen Job an der Bar, wobei ihr der Umstand half, dass sie so etwas auch schon vor ihrer Zeit an der Akademie in ihrem Heimatsystem gemacht hatte. Durch die üppigen Trinkgeldern ging es ihrem Wallet glücklicherweise schnell wieder ein wenig besser, so dass sie bereits ein paar Tage später eine gebrauchte Thrasher für eine Handvoll ISK auf dem Schiffsmarkt der Station erwerben konnte. In den Lagerbeständen des Händlers fand sich dazu auch noch ein passendes Fitting für den rostigen Zerstörer. Als Jelly jedoch zum ersten Mal ihr neues Schiff betrat, rannte sie gleich wieder aus der Ausstiegsluke. Aus dem Luk quoll eine unsichtbare Duftwolke, die stark nach Erbrochenem und Fäkalien stank, und selbst den anwesenden Stationsmechanikern trieb es die Tränen in die Augen. Erst mit einer Atemmaske bewaffnet, konnte Jelly sich dann dem Ursprung nähern, im Frachtraum stand noch eine aufgebrochene Ladung verwesender Nahrungsteile, die der letzte Besitzer wohl hier als Andenken zurück gelassen hatte, und sich mittlerweile zu einem giftpilzüberzogenen Berg voller dicker Maden gemausert hatte, die sich schmatzend in ihrem Schlaraffenland wälzten. Es kostete sie fast ihre letzten ISK, das Reinigungsteam der Station zu bezahlen um die Schweinerei im Schiff zu entfernen, denn es half nichts, der Gestank musste erst einmal aus dem Schiff. Vorher war an eine Reparatur geschweige denn an einen Flug mit diesem heruntergekommenen Seelenverkäufer nicht zu denken. Drei Tage später konnte sie dann endlich damit beginnen die Anbaumodule und Waffentürme auf dem Schiff zu installieren, was auch nochmals einen Tag dauerte, denn Jelly musste feststellen, dass der Haufen Schrott, eine Unmenge an zerschlissenen Kabeln und durchgeschmorten Leiterplatinen beherbergte. Das ganze Schiff schien eigentlich nur aus zusammengeschweißtem Raumschrott und losem Draht zu bestehen, Jelly war sich sicher, dass wenn diese Kiste es jemals wieder selbständig in den interstellaren Raum schaffen sollte, dann nur weil sie es vorher geschafft hatte den rostigen Antrieb mit viel Tape am Chassis fest zu kleben. So zogen sich die Instandsetzungsarbeiten schleppend dahin, war ein Problem behoben, stellte Jelly zwei neue fest. Eines Morgens wollte sie die Innenbeleuchtung im Laderaum anschalten, um etwas aus ihrem Werkzeug zu suchen, aber stattdessen öffnete sich die untere Ladeluke und der Unterdruck saugte Jelly um ein Haar fast aus dem Schiff. Laut fluchend und völlig außer Atem schaffte sie es geistesgegenwärtig noch die Notverriegelung zu betätigen, bevor sie unsanft auf den Decksboden landete.
Nach den vielen Arbeiten am Schiff und der Anstellung an den Spieltischen ging Jelly öfters mal in eine der kleineren Bars auf der Station um sich den Frust von der Seele zu trinken. Bei einem dieser Ausflüge lernte sie dann einen älteren hageren Brutor kennen, mit dem sie oft stundenlang an der Theke saß und über Module, Bauteile und Schiffserweiterungen diskutierte. Er schien wirklich viel zu wissen, und insgeheim war Jelly froh jemanden getroffen zu haben, der ihr viele Tricks und Kniffe erklärte, die man so an der Akademie einfach nicht lernen konnte. Außerdem war es schön nicht ganz alleine zu sein, denn bisher hatte sie weder Fynn noch Muan erreichen können, und eines war klar, ohne Hilfe würde sie im Moment keinen Schritt weiter kommen. Jelly hatte keine Ahnung woher der Hagere oder sein pelziges Tierchen kamen, das er immer dabei hatte, und mit dem Jelly dann öfter spielte, aber der Dialekt des Hageren war angenehm und lustig zugleich. Durch die Tipps des Hageren schaffte sie es langsam die Thrasher irgendwie wieder flott zu bekommen. Bis auf ein paar sekundäre Bauteile funktionierte wieder alles an Bord und Jelly freute sich, als sie mit ihrem Zerstörer von der Station zum ersten Testflug abdocken konnte. Die Thrasher war fast genauso schnell wie ihre Fregatte allerdings war sie mit 7x 250mm Light Gallium I Cannon ausgestattet, die in den bevorstehenden Missionen bestimmt gute Dienste leisten würden. Das ganze Fitting hatte zwar nicht einmal das Prädikat “Low-Tech” verdient, aber für die anstehenden Aufgaben gegen die wendigen Fregatten der Angel-Piraten in diesem Sektor, würde es bestimmt ausreichen. Als sie nach diesem ersten Testflug wieder in ihr Kapitänsquartier kam, summte es bereits an der Tür. Der Hagere stand im Gang und sah sie etwas einsilbig an “hast Du kurz eine Minute Zeit?”, sie wies ihn zur der kleinen Bar, die seitlich im Raum angebracht war. “Wo drückt der Schuh?”, fragte Jelly während sie ihm ein Glas Quafe eingoss. “Ich habe leider wenig Zeit, da ich für einen Auftrag dringend noch in das Nullsec muss, und nicht weis wann ich wieder zurück sein werde. Jelly hob die Augenbrauen, “Null-Sec…” wiederholte Jelly, das war für sie immer noch etwas, dass bei ihr einen Schauder hervor rief. “Hört sich ja richtig gefährlich an!”. Der Hagere lächelte, “Naja, es ist halt kein Kinderspielplatz dort, aber auch kein Raum für Gesetzlose, so wie die Low-Sectoren. Es wird schon nicht ganz so gefährlich werden, denke ich. Außerdem werde ich einen Clone-Jump machen, damit spare ich mir die tagelange Reise dorthin!”. Jelly blickte ihn an und nickte abwesend, “Raus mit der Sprache, was kann ich für Dich tun?”. Der Hagere fingerte in seiner Manteltasche und zog schließlich den kleinen Nager heraus “Bitte nimm ihn, solange ich nicht hier sein kann, alleine würde er hier nur verenden!”, damit reichte er ihr das pelzige Etwas herüber und legte es ihr auf die Hand. Jelly stutzte, als das kleine Tierchen an ihrem Arm hinauflief und hinter ihrem Nacken verschwand, um dann auf der anderen Seite auf der Schulter sitzen zu bleiben. Jelly grinste, als sie das Tierchen beobachtete, wie es scheinbar Stolz von dort oben seine Umgebung prüfte. “Ich hatte noch nie so ein Tier, ich weiß nicht einmal was es ist, geschweige denn seinen Namen”, wand sie sich wieder dem Hageren zu. “Das macht nichts, glaub mir, sie ist total zutraulich, allerdings verteidigt sie ihr Territorium gegen jeden, auch wenn das meist mehr lustig als gefährlich aussieht, ach und sie heißt Devil, zumindest habe ich sie so genannt!”, Jelly stutzte und schaute den Hageren an “Woher weißt du dass es, also sie ein Weibchen ist?”, der Hagere wurde etwas verlegen “Naja, sie hat halt da unten nichts, also so was, du weißt schon, so ein Ding halt…, zumindest hab ich das noch nicht gesehen, deshalb!”, beide grinsten “Ja, ich glaube ich weiß was du meinst, aber wo wir gerade bei den Namen sein, ich kenne dich zwar nun schon ein paar Tage, aber weiß bis heute noch immer nicht wie Du heißt!” Der Hagere hob etwas erstaunt die Augenbrauen, und erhob sich umgehend, “…entschuldige, ich dachte du wüsstest wer ich bin, mein Name ist Darwi!” Darwi deutet eine Verbeugung an, und Jelly musste lachen, “so Förmlich hätte es nun auch wieder nicht sein müssen…”, Darwi wirkte jetzt etwas verlegen und kratze sich, “Naja, ich hatte halt auch keine gute Kinderstube”, Jelly nickte, denn solche Schicksale waren unter den Minmatar keine Seltenheit, sondern schon fast die Regel. “Ich freue mich trotzdem dich kennen zu lernen Darwi, und natürlich werde ich auf deinen Devil aufpassen, solange du nicht da bist…!”. Darwi lächelte “Danke, sie ist mir wirklich ans Herz gewachsen, aber ich hab das Gefühl, dass ihr beide euch prächtig verstehen werdet!”, Darwi leerte das Glas Quafe in einem Zug und verabschiedete sich dann von Devil und Jelly. Als sich kurze Zeit später die Tür hinter ihm schloss, fiepte Devil leise auf Jellys Schulter und Jelly schaute gedankenversunken auf ihren rostigen Zerstörer, nun war sie also wieder alleine, schon wieder. Irgendwie schien es ihr fast so, als wenn Kapselpiloten und Freundschaften, nicht zusammen passten…
Fortsetzung folgt…
Jelly rieb sich unter leisen Flüchen den Hinterkopf, an dem sich, durch unfreundlicher Hilfe des fremden Amarr-Piloten, eine leicht bläuliche Beule gebildet hatte, nachdem sie über den Pilotensessel geflogen war. Sie blickte auf den HUD, auf dem gerade der stille Alarm aufleuchtete. Etwa 170km entfernt von ihrer Position waren gerade drei Angel-Piraten mit ihren Fregatten aus dem Warp aufgetaucht und nahmen sofort Kurs auf das Asteroiden-Feld in ihrer Nähe, indem eine einsame Hulk stand und an den Felsbrocken lutschte. Die Fregatten zogen einen langen Schweif hinter sich her, was auf eine sehr hohe Geschwindigkeit hindeutete. Schnell überflog Jelly nochmals die eigenen Anzeigen, doch die Boomerang stand getarnt und unsichtbar auf ihrem Safe Spot gut 100km über dem Asteroiden-Feld. „Alles im grünen Bereich“ dachte Jelly und schlürfte deshalb wieder an dem heißen Kaffee, sie ahnte welches Schauspiel da draußen gleich beginnen würde. Gleich würden die Fregatten in Schussreichweite sein und der Hulk-Pilot sein blaues Wunder erleben, genüsslich nahm sie noch einen Schluck und verbrannte sich fast dabei den Mund an dem heißen Kaffee. Keine 10 Sekunden später begannen die roten Kreuze der Fregatten um die Hulk zu kreisen, Sie schaltete die taktische Ansicht ab, um das ganze Schauspiel Live bewundern zu können. Von den Fregatten konnte man dünne farbige Leuchtspuren erkennen, die auf die Hulk zurasten. Die Hulk ihrerseits hatte die kleinen Gegner nun wohl auch erkannt und startet ihrerseits nun gerade drei leichten Drohnen zu Verteidigung, die kleinen Dinger würden aber wohl kaum Schaden machen, denn die Fregatten waren wirklich schnell und deshalb auch nicht leicht zu treffen. Das ganze würde also etwas dauern, denn auch die drei Fregatten würden eine Zeitlang mit dem Schild der Hulk beschäftigt sein. Die Minuten vergingen und langsam zeigte der Angriff der Fregatten Wirkung an der Hulk, vereinzelt konnte Jelly bereits Schäden an der Panzerung der Hulk erkennen, weil die Schilde dem Angriff auf Dauer nicht gewachsen waren. Im Local hörte Jelly mehrfach die Hilferufe des Hulk-Piloten, aber es schien niemand darauf antworten zu wollen. Plötzlich jedoch spukte der Warptunnel eine Cerberus in der Nähe der Hulk aus, die wohl dem Hulk-Piloten zu Hilfe gekommen war. Ein paar Sekunden später starteten bereits die ersten Raketen des Heavy-Assault-Ships der Caldari in Richtung Angel-Fregatten, eine der Fregatten platzte daraufhin gleich mit dem ersten Volltreffer. Jelly pfiff anerkennend, mit ihrer Kaffeetasse in der Hand. Der Cerberus-Pilot nahm nun die beiden verbliebenen Fregatten ins Visier, beide explodierten kurz nacheinander in einem rötlichen Feuerball, nachdem zwei weitere Wellen von Raketen sie erreicht hatten. Der Cerberus-Pilot schien sein Handwerk wirklich zu verstehen, denn er zielte verdammt gut. Die Hulk drehte langsam von den Asteroiden weg, und wollte wohl zur Station springen, was bei der Trägheit und Größe des Schiffes jedoch eine kleine Ewigkeit zu dauern schien. Kurz bevor die Hulk ausgerichtet war, sah Jelly plötzlich, wie sich von der Cerberus eine weitere Welle von Raketen lösten und in die Hulk einschlugen, kurz darauf rauschte auch schon die nächste Welle von der Cerberus weg. Die Hulk explodierte in einem gleißenden Feuerball, und eine Sekunden später verschwand die Kapsel des Ex-Hulk-Piloten im Warp, die Verwünschungen des Kapsel-Piloten klangen im Local wie das Gemecker einer alten Waschfrau. Jelly hatte die Augen aufgerissen und starrte mit offenem Mund auf das HUD, während der Pilot der Cerberus in Seelenruhe begann die Wracks nach verwertbarem Material zu durchsuchen. Zur eigenen Sicherheit prüfte Jelly schnell nochmals alle Anzeigen, wenn jetzt die Tarnung nicht mehr funktionieren würde, wäre das wohl auch das Ende für ihre Boomerang, denn Jelly hatte ja schließlich keine Waffen an Bord. Zum Glück waren jedoch alle Anzeigen immer noch Grün, Jelly fühlte sich trotzdem nicht mehr ganz so wohl in der aktuellen Situation. Ihr Schiff lag garantiert im optimalen Kampfradius der Cerberus und würde wohl auch die erste Salve nicht überstehen, Jelly schluckte, als ihr bewusst wurde, dass sie ohne Tarnung wohl schon im eigenen POD sitzen würde. Sie blickte nach hinten, wo Ihr POD in der Halterung schlummerte und hoffte, dass sie ihn so schnell nicht benötigen würde. Etwas später hatte der Cerberus-Pilot da drüben dann wohl alles was er benötigte aus den Wracks geborgen und das Heavy Assault Ship verschwand im Warptunnel. Jelly erschauderte, da draußen erinnerte nichts mehr an das Schicksal der Hulk und die vermeintliche Hilfe des Cerberus-Piloten, fast so als wäre nie etwas geschehen. Jelly beschloss, sich bei nächster Gelegenheit unbedingt um einen Jump-Clone und Medical-Clone und um ihre aktuelle Versicherung zu kümmern. Schließlich konnte man ja nie wissen, ob man nicht vielleicht die nächste auf der Speisekarte war. Dieser Safe-Spot war auf jedenfall nicht wirklich Safe, soviel wusste Jelly nun.
Fortsetzung folgt…
So nachdem ich diese Feiertag auch endlich hinter mich gebracht habe, werde ich hier auch mal ein wenig aufräumen und aus dem Blog Design das ganze Lametta und die Lichter wieder abbauen. Es war schön, aber nun ist Weihnachten endgültig vorbei, selbst die Heiligen drei Könige sind schon wieder Sternhagel Voll nach Hause gestolpert.
Natürlich wird es heute Abend auch wieder einen neuen Teil aus Jelly´s Story geben, und in den nächsten Tagen werde ich die Geschichten aus Jelly´s EvE-Leben auch mal testweise im EvE-Ger-Forum veröffentlichen. Mal sehen ob dort überhaupt Interesse für so etwas besteht, oder die Comunity dort nur Informationen austauscht, aber mit solchen Geschichten nichts anfangen kann. Auch möchte ich in den nächsten Tagen eine eigene Seite mit den Geschichten von Jelly erstellen, damit die ganze Story nicht unübersichtlich wird und im Gewirr der ganzen Beiträge in diesem Blog Verschütt geht.
Ich würde auch gerne endlich das aktuelle Blog Design dieses Blog komplett neu machen, bzw. euch die nervige Werbung ersparen, leider bin ich jedoch nicht in der Lage sowas alleine umzusetzen. Deshalb muss ich wohl darauf hoffen, dass ich jemanden finde, der so etwas wirklich beherrscht und mir dabei helfen kann.
Außerdem möchte ich mich an dieser Stelle unbedingt noch bei euch allen bedanken, die diesen Blog besucht haben! Denn das Statistik-Tool von Google hat mir verraten, dass seit ich diesen Blog angefangen habe, bereits über 2000 Besucher (zweitausend User) auf diesem Blog durchschnittlich 3:43 Minuten verweilt haben. Ich freue mich wirklich sehr darüber, besonders da ich nicht erwartet hatte, dass sich überhaupt einmal jemand auf diesen Blog verirrt! Natürlich kann ich mit Bloggern wie dem guten Barkkor oder dem MMO Junkie nicht einmal annähern mithalten, aber ich bin halt auch nicht die Ex-Geliebte, und muss deshalb auch selber sehen wo Jelly´s Reise hingeht.
Leider scheint das deutsche Blog-Pack wohl in den letzten Zügen zu liegen, denn seit meinem Beitritt ist dort nicht mehr wirklich etwas passiert. Schade, ich hatte mir dort mehr Aktivität erhofft, aber wer weiß, vielleicht kommt da ja noch etwas.
Weiterhin viel Spaß euch allen da draußen in EvE-Online und auf meinem Blog!
Fly Save and dont Crash
Eure Jelly
In ein paar Stunden ist es soweit und wir alle feiern das neue Jahr 2012. Ich hoffe ihr freut euch schon genauso darauf wie ich! Ein paar Minuten haben wir noch, um darüber nach zu denken, was in diesem Jahr so alles passiert ist, und uns auf das nächste Jahr zu freuen. Lasst die Korken knallen und feiert schön!
Prost, und ein frohes neues Jahr 2012 !!!
Etwa zwanzig Minuten später erreichte sie unbehelligt den Schiffshangar in dem ihre Boomerang gedockt auf sie wartet. Ein letzter Blick auf einen der Bildschirme hatte Jelly verraten, dass die Miner in heller Aufruhr waren und bereits selber begonnen hatten nach der zu Person suchen, die in ihrer Bar gewesen war. Aber sowohl das Sicherheitspersonal als auch die Miner schienen Jelly noch nicht identifiziert zu haben, was kein Wunder war, denn niemand würde eine junge Kapselpilotin die gerade erst von der Akademie gekommen war, als mögliche Täterin verdächtigen.
“Geschafft” Jelly warf sich in den Pilotensitz, so dass dieser leicht nachfederte. “An alle Stationen: Sofort mit der Abdockroutine beginnen, wir haben eine dringende Aufgabe zu erfüllen und einen sehr weiten Weg vor uns!”. “Automatischer Abdockvorgang in 60 Sekunden abgeschlossen, Starterlaubnis erteilt!” Meldete der Bordcomputer lakonisch. Eine Minute später knallten irgendwo unter der kantigen Fregatte die Sicherungsverbindungen zum Dock und das Schiff bewegte sich auf dem Leitstrahl langsam auf die erste Dockschleuse zu. Jelly sah, wie die riesigen Schleusentore langsam ins Blickfeld kamen und immer größer zu werden schienen, sie erwischte sich dabei, wie sie mit den Fingern nervös auf die Armlehne trommelte. Dann glitten die Schleusentore plötzlich wie von Geisterhand in die Hangar-Seiten und gaben den Blick frei auf die riesigen Ausgangstore. Es schien eine Ewigkeit zu dauern bis das Schiff in der Schleuse an der richtigen Position war, rechts neben ihrer Fregatte schob sich noch eine Armageddon ein Battleship der Amarr in die Schleuse. Die Minuten vergingen so langsam wie Kaugummi, bis sich hinter den beiden Schiffen endlich die Inneren Tore geschlossen hatten. Jelly stand vor dem Kanzelfenster und dachte darüber nach, dass sie so bald nicht hierhin zurückkommen durfte, sie würde ein neues Kapitel aufschlagen, und eine neue Heimat finden müssen. “Achtung: Ausstoß in 10 Sekunden!” kam die Warnung vom Bordcomputer, Jelly seufzte leise.
Mit einem Ruck öffneten sich die Schleusentore und die kleine Fregatte wurde vom Vakuum nach draußen befördert, als plötzlich die Warnlampen und Sirenen angingen, “Kollisions-Warnung!” Jelly überflog hastig die Anzeigen “Kollisions-Warnung!” wiederholte der Bordcomputer die Warnung, “Verdammter Amarr…” brüllte Jelly ihre Wut herraus. Das Battleship, welches mit ihr zusammen in der Schleuse gewesen war, schob sich gerade durch den Sog des Vakuums, mit seiner unteren Sektion bedrohlich und scheinbar unaufhaltsam auf die Fregatte zu und drohte die kleine Fregatte an der linken Schleusenwand zu zerquetschen. “Sofort AK auf die Antriebsdüsen” rief sie in die Sirenen hinein. Die Fregatte machte einen Satz nach Vorn und Beschleunigte auf Vollschub, Jelly wurde durch den plötzlichen Ruck über den Pilotensessel geworfen und landete unsanft hinter diesem. Sofort erloschen die Warnlampen und die Sirene verstummte. Jelly zog sich am Sessel hoch und rutschte mit schmerzverzerrtem Gesicht hinein “Dieser dumme Idiot, mach mir sofort eine Verbindung mit diesem Vollpfosten!”. Jelly stöhnte und rieb sich, die Schulter, “Verbindung steht” meldete der Bordcomputer kurz bevor auf dem Schirm der Pilot des Battleships auftauchte, “Ich bin Pilot der Crolokaan, ich bin …”, “…Du bist ein Idiot!” schnitt sie dem Amarr das Wort ab, “…Hast Du Deinen Pilotenschein auf einer Pilgerreise gefunden, oder auf Amarr Prime im Preisausschreiben gewonnen?”, unterbrach sie den Amarr nochmals unwirsch, bevor dieser etwas entgegnen konnte. Der Amarr auf dem Bildschirm verzog jetzt etwas verächtlich die Mundwinkel, “Zügel deine Zunge Sklavin, sonst verwandele ich deinen Müllhaufen zu Schrot” konterte der Amarr knurrend, Jelly nickte “Klar doch, CONCORD würde sich bestimmt freuen, aber dazu müsstest du dann auch erst mal deine polierten Lichtorgel steuern können, was du aber scheinbar wohl nicht so besonders gut kannst, sonst hättest du deinen Kahn gerade in der Schleuse besser unter Kontrolle gehabt und selber festgestellt, das du dein und mein Schiff fast in Raumschrothaufen verwandelt hättest!” Der Amarr wollte noch etwas erwiedern, doch Jelly hatte die Com-Verbindung schon geschlossen, sie hatte jetzt andere Sorgen, die wirklich wichtiger waren als ein mieser Amarr-Pilot. Jelly gab den Kurs zu einem ihrer Save-Spots in die Konsole ein und die Fregatte änderte umgehend ihren Flugrichtung, “Warpsprung aktiviert!” meldete der Bordcomputer, Jelly lehnte sich zurück und sah wie draußen die Sterne langsam zu Strichen wurden, als die Probe in den Warp ging.
Fortsetzung folgt…